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Farkas Péter:                                  
                               Übergang Schule, Bildung, Beruf

Aus der Sicht der Bildung und Beschäftigung sind die Jugendlichen benachteiligt
  • die den Abschluss der achtklassigen Grundschule nicht erreicht haben
  • die keine Berufsbildung oder weiterführende Schule besuchen
  • die Berufsausbildungsabbrecher
  • Abgänger der Sonderschulen, auch Lernbehinderte, die in der Sonderberufsschule Teilberufe erlernen
  • die, nicht wettbewerbsfähige Berufe erlernen, wie Teilberufe, Sonderschulberufe und traditionelle Berufe ohne     Beschäftigungschancen.
  • Benachteiligt sind auch
  • Jugendliche, die in Krisenregionen mit hoher Arbeitslosigkeit leben
  • Jugendliche, die zu ethnischen Minderheiten gehören, wie in Ungarn die Roma und Sinti
  • Jugendheimbewohner Jugendliche aus armen Familien
  • Jugendliche mit Verhaltensstörungen
  • Drogenabhängige, straffällige Jugendliche
  • Anteil der benachteiligten Jugendlichen im Jahrgang (in %)  
    Ohne Abschluss der 8-klassigen Grundschule 4%
    Geht in keine Berufsbildung oder andere Schule über 4 %
    Ausbildungsabbrecher 15 %
    Abgänger von Sonderschulen 3-4 %
    Jugendliche, die Teil- und Anlernberufe erlernen 4-5%
    Anteil der Jugendlichen mit upper-secondary Abschlüssen in Ungarn (in % der 18/19 jährigen)
    Abitur im Gymnasium 28 %
    Abitur in der Fachmittelschule 30 %
    Berufsabschluss 20 %
    - davon Anlern- und Teilberufe 4-5 %
    Ohne Abschluss
    22 %
    Verteilung der Jugendlichen in der Anfangsklasse der Sekundarstufe II. im Jahr 2001 (Modellrechnung)
    2001
    Gymnasium 30 %
    Fachmittelschule 36%
    Berufsschule/Fachschule 24%
    Ohne Hauptschulabschluss 4 %
    Mit Hauptschulabschluss 4 %
      (lernt keinen Beruf)
    Sonderschule, Sonderberufschule 2 %
    Die Merkmale der Berufe im Landesberufsverzeichnis:
    ·        die Ausbildungszeit: 6 bis 24 Monate
    ·        die Berufsbilder der zweijährigen Facharbeiterqualifikationen entsprechen dem ungarischen Vollberufsmodell
    ·        die Berufe mit 6 bis 12 Monaten Ausbildungszeit sind eher Teil- Anlern- und Weiterbildungsberufe
    ·        die Zugangsbedingungen sind differenziert. Es gibt Qualifikationen
    ·         für Jugendliche ohne Grundschulabschluss
    ·         für Absolventen der 8. Klasse der allgemeinbildenden Schule
    ·         für Absolventen der 10. allgemeinbildenden Klasse der Berufsschule
    ·         für Abiturienten
    Die benachteiligten Jugendlichen können die Mehrheit der angebotenen Ausbildungsprogramme nicht in Anspruch nehmen.
    Programme und Projekte der ungarischen Bildungs- und Arbeitsmarktspolitik zur Unterstützung der Ausbildung von benachteiligten Jugendlichen und drop outs                             
  • Programme im Bereich der Arbeitsverwaltung
  • Krisenprogramme und bilaterale Programme (1991-1994)
  • Internationale Projekte (Phare, 1994-1998)
  • Innovationsansätze in der Berufsschule (BVJ)
  • Roma – Programme
  • Deutsch-ungarische Zusammenarbeit in der Benachteiligtenförderung
    1989: Besuch von ungarischen Experten in Berlin in Einrichtungen wie Internationaler Bund für Sozialarbeit, Jugendaufbauwerk, Carl Legien Oberschule
    1990: Deutsch-Ungarische Konferenz in Veszprém, gefördert vom Berliner Senat
    1992 – 1994: Einrichtung eines Modellzentrums für die Berufsvorbereitung und Förderung von benachteiligten Jugendlichen im Rahmen des ungarisch-deutschen Regierungsabkommens in Esztergom
    1993-94: ein Dutzend Weiterbildungsprogramme für ungarische Berufsschulleiter, Lehrer und Ausbilder über die pädagogischen Modelle der Förderung benachteiligter Jugendlicher in Esztergom und in Augsburg durch die Mitarbeiter von Kolping Augsburg.
    Massnahmen im Bereich der Arbeitsverwaltung I.
  • Im Bereich des Arbeitsförderungsgesetzes gibt es in Ungarn kein dem deutschen Modell vergleichbares Angebot von vernetzten Massnahmen.
  • Es werden vor allem kurze Ausbildungsprogramme finanziert.
  • Die Umschulungsbeihilfe für benachteiligte Jugendliche ist niedrig.
  • Die benachteiligten Jugendlichen erfüllen nicht die Zugangsbedingungen der anspruchsvollen Facharbeiterberufe.
  • Es gibt kein Konzept für die Ausbildung von Benachteiligten in Zukunftsbereichen, wie Informatik, Büro.
  • Massnahmen im Bereich der Arbeitsverwaltung II.
    Es gibt als Pilotprojekt eine Reihe von innovativen Ansätzen, die von der gemeinnützigen Landesstiftung für Beschäftigung initiiert, gefördert und finanziert werden
    Im Rahmen verschiedener EU-Projekte (Phare, Equal) wurden interessante Maßnahmen für die Ausbildung und Weiterbildung junger Erwachsener durchgeführt, die aber die gleichen Merkmale - wie oben erwähnt - aufweisen: Teilberufe, kurze Ausbildungszeit, geringe Förderung der Teilnehmer
    Die Förderprogramme für Benachteiligte werden in den Berufsschulen angesiedelt, da es hier eine normative Finanzierung des Unterrichts gibt. Es fehlt aber in den schulischen Programmen der Rahmen für die finanzielle Förderung der Auszubildenden.
    Anteil der Beschäftigten unter den Roma-Eltern in %
    Mütter
    11,3 %
    Väter
    26,4 %
      Schulabschluss der Roma-Eltern in %  
    Abschluss Mutter Vater
    Weniger als 8 Klassen 37,8% 21,3 %
    8 Klassen 55,1 % 59,3 %
    Berufsschule/Fachschule 5,8 % 17,5 %
    Abitur 1,1 % 1,6 %
    Hochschule 0,2 % 0,3 %

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